forum homosexualität münchen e.V. | Wegmarken
 

WEGMARKEN

Wegmarken ist ein Projekt des forum homosexualität münchen e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur – zur Erinnerung an Projekte und andere wichtige Orte, die während der Neuen Frauen- und Lesbenbewegung der 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts eine herausragende Rolle gespielt haben. Es ist geplant, später auch Kristallisationspunkte der Schwulenbewegung jener Jahre mit Wegmarken zu kennzeichnen.

Treibhaus – Haus für Frauenprojekte

Parallel zur Poccistraße liegt die Güllstraße. In Hausnummer 3, einem Gründerzeit-Bau, dessen Originalfassade erhalten ist, entstand 1985 das „Treibhaus – Haus für Frauenprojekte“. Angemietet wurde der größte Teil des Gebäudes, das sich in Privatbesitz befindet, vom FrauenTherapieZentrum – FTZ München e.V.

Neun weitere autonome Frauen- und Lesbenprojekte fanden hier zumindest für einige Jahre als Untermieterinnen des FrauenTherapieZentrums eine Heimat:

Das „Treibhaus“ war damit ein wichtiger Kristallisationspunkt der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung der 70er und 80er Jahre in München mit Ausstrahlungskraft auf die ganze Stadt. Es folgt die Geschichte der einzelnen Projekte, so weit sie sich bislang rekonstruieren ließ.

FrauenTherapieZentrum – FTZ München

Das FrauenTherapieZentrum – FTZ München - wurde 1978 von acht Frauen aus der Frauen- und Lesben-, der Anti-Psychiatrie- und der Selbsthilfebewegung in bürgerschaftlicher Arbeit gegründet. Die Gründerinnen waren Polina Hilsenbeck, Rosemarie Weichle, Katja Gerke, Annemie Blessing, Almut Mangelsdorf und Renate Ostermann-Mietke.1979 beteiligte sich das FTZ an der Gründung des Verbands der Münchner feministischen Frauenprojekte „Frauen gehen zu Frauen e.V.“ 1985 mietete das FTZ in der Güllstraße 3 ein Haus an, das sogenannte „Treibhaus – Haus für Frauenprojekte“ und bildete eine Arbeitsgemeinschaft mit neun weiteren Frauenprojekten zur gemeinsamen Nutzung des Hauses.

Inhaltlich begann das FTZ mit zunächst ehrenamtlich erbrachten psychosozialen Beratungs- und Selbsthilfeangeboten für Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen, insbesondere für sucht- und psychiatrieerfahrene Frauen. Schon bald professionalisierte und erweiterte sich das Angebot mehr und mehr. Hinzu kamen im Lauf der Jahre Angebote wie Betreutes Einzelwohnen, Therapeutische Wohngruppen, eine Tagesstätte, ein Büroservice zur beruflichen Wiedereingliederung sucht- oder psychiatrieerfahrener Frauen (heute: avanta), Ergotherapie und mit FTZ-VielFalten ein gerontopsychiatrischer Fachbereich.

Im Lauf der Jahre entstand so eine komplexe Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungskette mit umfassenden Angeboten für Frauen in vielfältigen Lebenslagen. Das FTZ wurde allmählich zu einer auch von den Behörden und Versicherungsträgern anerkannten Einrichtung der psychosozialen Versorgung in München und Bayern. Seine Vertreterinnen arbeiteten in kommunalen und bundesweiten Gremien der Sozialpsychiatrie, Suchthilfe, Selbsthilfe und Frauengesundheit.

Immer wieder ging das FTZ München mit innovativen Angeboten einen Schritt nach vorn und wirkte damit weit über die Grenzen Münchens und Bayerns hinaus. Einige Beispiele: Das FTZ organisierte im Jahr 1997 den ersten deutschsprachigen Frauentherapiekongress mit mehr als 450 Teilnehmerinnen. Im Jahr 2000 veröffentlichte das FTZ die Broschüre „Handlungsleitende (-verpflichtende) Kriterien zur frauenspezifischen Qualitätssicherung in der psychiatrischen Versorgung“ gemeinsam mit feministischen Mitarbeiterinnen anderer Träger. Sie ist bis heute im deutschsprachigen Raum Grundlage für frauengerechte Qualität und Gender Mainstreaming in der Psychiatrie und wurde inzwischen auch ins Italienische übersetzt. 2008 organisierte das FTZ eine bundesweite Fachtagung zum Thema „Feministische Soziale Arbeit – Handeln im Spannungsfeld von frauenspezifischen Fachlichkeiten, multikultureller Gesellschaft und Folgen des neoliberalen Sozialabbaus“. 2014 entstand die bundesweit erste Beratungsstelle FTZ-violenTia für Frauen, die in Partnerschaften Gewalt ausüben.

Organisatorisch wandelte sich das FTZ im Lauf der Jahre aus einem konsequent basisdemokratisch verfassten und organisierten Projekt zu einer professionell gemanagten und untergliederten gemeinnützigen Einrichtung mit Trägerverein und Tochtergesellschaft.

Am 1. Dezember 2016 ging im FTZ eine Ära zu Ende: Polina Hilsenbeck, Mitgründerin, fachliche Gesamtleiterin und langjährige Geschäftsführerin des FTZ ging nach 38 Jahren in den Ruhestand. Ihre Funktionen übernahm Simone Eiche-Kayser.

Die neun FTZ-Einrichtungen beschäftigten im Jahr 2017 rund 140 fest angestellte Mitarbeiterinnen und 60 bürgerschaftlich Engagierte, dazu Praktikantinnen und Hospitantinnen.

Das frauenpolitische Engagement und die vielfältige sozialpsychologische Arbeit des FTZ München, das im Jahr 2018 sein 40jähriges Jubiläum beging, wurden bereits mehrfach ausgezeichnet: 1998 erhielt die Einrichtung für besondere Leistungen zur Gleichstellung von Frauen den Anita-Augspurg-Preis der Landeshauptstadt München. 2012 folgte der Preis der BEST-Stiftung. Ausgezeichnet wurde das Projekt „FTZ VielFalten“ für beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement im Rahmen des Europäischen Jahres für Aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen. VielFalten unterstützt Frauen ab 60 Jahren aus unterschiedlichen Kulturkreisen, unter anderem durch betreutes Einzelwohnen.

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FrauenGesundheitsZentrum

1984 entstand im KOFRA (Kommunikationszentrum für Frauen in der Arbeitssituation) eine Gruppe, die sich kritisch mit dem Gesundheitssystem auseinandersetzte. Ein Leitsatz war „Wir erobern uns unseren Körper zurück“. Die Frauen begannen ein Konzept für ein FrauenGesundheitsZentrum zu entwickeln. Sie mieteten 1985 einen Raum im neu gegründeten „Treibhaus – Haus für Frauenprojekte“ an, renovierten ihn und boten erste Kurse zu Themen aus den Bereichen Frauenheilkunde, Psychosomatik sowie mehrere Selbsthilfegruppen an. Seit dem April 1986 finanzierte der Münchner Initiativenfonds die Sachkosten der bis dahin rein ehrenamtlich arbeitenden Gruppe, die am 16. Oktober den eingetragenen, gemeinnützigen Verein „Initiative FrauenGesundheitsZentrum München e.V.“ gründete.

In der Folgezeit verließen vier der ursprünglich acht Gründungsfrauen aus unterschiedlichen Gründen das Team. Es blieben Heidi Haug, Rita Rinke, Ilona Schmuck und Monika Brosch. Sechs neue Frauen kamen hinzu und damit auch neue Themen, z.B. Selbstuntersuchung, Schwangerenselbsthilfe oder Tanz. Das FGZ trat dem Verband der Frauengesundheitszentren in Deutschland bei.

1988 brachte eine entscheidende Wende: Die Stadt München bewilligte eine halbe Sozialpädagoginnenstelle, vom Arbeitsamt kamen Gelder für eine Psychologinnen-ABM-Stelle. Damit konnte das FGZ seine Arbeit ausweiten und professionalisieren. Ab März 1989 nahm die Stadt München das FGZ in die Regelförderung auf und das Projekt schloss sich dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) an.

Es folgt eine herausfordernde Phase: 1990 werden dem FGZ die Räume in der Güllstraße 3 zum Jahresende 1992 gekündigt, das Projekt musste sich also mittelfristig eine neue Bleibe suchen. Zwei Mitarbeiterinnen verließen das Team, gleichzeitig weiteten sich die Themen immer mehr aus, es entstanden auch erste Gesprächsgruppen für Lesben und die Kontakte zu niedergelassenen FrauenärztInnen oder HeilpraktikerInnen wurden intensiviert. Die Stadt übernahm die Finanzierung der ausgelaufenen ABM-Stelle. Im Oktober 1992 erfolgte der Umzug in große und schöne Räume in der Nymphenburger Straße 38.

1994 verbesserte sich die Situation spürbar, als die Stadt München eine zweite Psychologinnenstelle und 1995 auch eine Verwaltungsstelle nach dem Bundessozialhilfegesetz bewilligte. Das Projekt „Positive Frauen“ (HIV/AIDS) wurde mit einer halben Personalstelle neuer Bestandteil der FGZ.

1996 schloss das FGZ den ersten der bis heute bestehenden Drei-Jahres-Verträge mit der Stadt. 2001 änderte der Verein seinen Namen in FrauenGesundheitsZentrum München e.V. Mit dem Anfang des neuen Jahrtausends bemühte sich das FGZ, seine Zielgruppen noch differenzierter anzusprechen. Um beispielsweise Frauen mit geringem Einkommen den Zugang zu erleichtern, staffelte das FGZ die Tarife neu, sodass weniger begüterte Frauen für die Teilnahme an den Angeboten des FGZ nur einen minimalen Beitrag bezahlen müssen. Auch viele Angebote für Migrantinnen und geflüchtete Frauen und Mädchen wurden seither entwickelt.

Für seine Verdienste wurde das Projekt „Positive Frauen“ des FGZ 2006 mit dem von der Stadt München jährlich vergebenen Anita-Augspurg-Preis zur Förderung der Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen ausgezeichnet. Heute gehört das FGZ zu den anerkannten und fest etablierten Projekten der Münchner Frauen- und Lesbenbewegung. Seine Geschichte mit den rein ehrenamtlichen Anfängen, dem anstrengenden und langwierigen Kampf um die städtische oder staatliche Anerkennung nebst bezahlten Arbeitsplätzen ist typisch für viele Frauenprojekte der 80er Jahre.

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Frauennotruf

Zu den ältesten Projekten, die 1985 mit ins Treibhaus einzogen, gehört der Frauennotruf. Der eingetragene und gemeinnützige Verein Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen in München, ein Projekt von und für Frauen wurde 1981 unter anderem von Helga Heumann (verstorben 15.7.2015) und Evelyn Poth gegründet. Die Gründung erfolgte als Reaktion auf den unbefriedigenden Umgang von Gesellschaft und Institutionen mit Opfern sexualisierter Gewalt.

Zunächst arbeitete das Projekt ausschließlich ehrenamtlich und hatte seinen Sitz in der Humboldtstr. 3. 1985 konnten auf ABM-Basis eine Psychologin und eine Sozialpädagogin eingestellt werden. ABM-Stellen waren vom Arbeitsamt voll finanzierte, zeitlich begrenzte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Vermutlich 1985 erfolgte auch der Umzug ins Treibhaus.

1987 nahm die Landeshauptstadt München den Frauennotruf in seine Regelförderung auf. Im Lauf der Zeit wurde der Stellenplan erweitert, das Projekt wuchs also. 1991 trennten sich die Gründerinnen vom bis dahin entstandenen Fachteam aus Psychologinnen und Pädagoginnen ((sie sind in die Schwanthalerstraße 10 gezogen, mehr wissen wir nicht).

Das Fachteam benannte sich nun in Frauennotruf München um.

Das Team des Frauennotrufs beschäftigte in den 90ern bis zu sieben Mitarbeiterinnen, darunter eine Verwaltungskraft.

In den folgenden Jahren versuchte der Frauennotruf, verstärkt auch bislang marginalisierte Zielgruppen zu erreichen. Das geschah durch interkulturelle Ansätze und Diversity-Management.

Ermöglicht durch die Lobbyarbeit auf unterschiedlichen Ebenen wurde ab Mai 2001 das Angebot des Frauennotrufs durch ein städtisch finanziertes Krisentelefon für Frauen, die aktuell Gewalt ausgesetzt sind, erweitert. Es ist am Abend bis Mitternacht, an Wochenenden und Feiertagen besetzt. Dafür wurden vier Beraterinnen eingestellt.
2003 gründete der Frauennotruf zusammen mit IMMA (Initiative Münchner Mädchenarbeit) und Amyna das Projekt Sichere Wiesn, das auf jedem Oktoberfest einen security point, einen sicheren Platz für angegriffene oder belästigte Frauen, betreibt.

Seit 2004 ist der Frauennotruf Kooperationspartner ((DER erfordert nun mal das Maskulinum!)) des von der lokalen Polizei initiierten Projekts MUM (Münchner Unterstützungsmodell bei häuslicher Gewalt). Das Projekt schützt und berät Frauen, die häuslicher Partnergewalt ausgesetzt sind.

Seit 2007 bietet der Frauennotruf auch WenDo-Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse an. Ab 2009 entstanden Ressourcengruppen für Frauen ab 60, die an einigen Alten- und Servicezentren in München angesiedelt sind. 2015 und 2016 war die Arbeit mit Frauen mit Fluchthintergrund ein weiterer Schwerpunkt.

2017 arbeiteten 14 Frauen im Notruf, weiteres Wachstum war vor allen in den Bereichen Prävention und Inklusion geplant. Der Frauennotruf gehört zum Frauennetz München und zum Dachverband der Frauennotrufe auf Landes- (FIB) und Bundesebene (bff).

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Frauenzentrum

Das Frauenzentrum (FZ) arbeitete von 1985 bis 1991 im Treibhaus. Dann wurde das Projekt aufgelöst. Zuvor hatte das 1974 gegründete FZ seinen Standort bis 1975 in der Adlzreiterstraße 27, dann von 1976 an in der Gabelsberger Str. 66 in Schwabing, danach noch kurze Zeit übergangsweise in der Humboldtstraße 3, ehe es 1986 ins neu eröffnete Treibhaus einziehen konnte. Dort bestand es bis 1991. Zu den Gründerinnen der ersten Stunde gehörten u.a. Susanne Kahn-Ackermann, Monika Jaeckel, Gisela Nowka, Marianne Christl, Annemie Blessing, Silvia Edvinson, Ine Guckert, Sylvia Kohlstadt, Susanne Aeckerle, Ute Geißler, Mara Krauss, Gudrun Daiber, Ute Schieran, Monika Neuser, Sabine Holm, Ursula Wolf, Monika Ergert, Barbara Morrisson, Elisabeth Petersen, Lydia Willkop.

Als Dachorganisation des FZ fungierte der Verein Münchner Frauen e.V. Wichtige Themen waren Selbstuntersuchungsgruppen, §218 Beratung, Theorie-, Selbsterfahrungs- und Consciousness-Raising-Gruppen.

Lesben, die zunächst in der von Schwulen gegründeten HAM (Homosexuelle Aktion München) mitgearbeitet hatten, wechselten zur ersten eigenen Lesbengruppe im FZ. Besonders in den Jahren in der Gabelsberger Straße war das FZ wichtiger Ausgangs- und Sammlungsort für die politische Arbeit und Aktionen der Münchner FrauenLesbenbewegung. Dazu gehörten ein bundesweiter Frauenkongress zum Thema Gewalt 1977 oder die erste große öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Lesbischsein „Frauenbeziehungen, Frauenliebe“ 1978 mit großem Fest im ehemaligen Schwabinger Bräu an der Münchner Freiheit.

Damit reihte sich das Münchner Frauenzentrum in eine bundesweite Bewegung ein: Frauenzentren entstanden in der damaligen Bundesrepublik Deutschland parallel zum Kampf um die Abschaffung des §218 und unter dem Einfluss der Selbsthilfebewegung der 1968er Jahre. Neben dem Frauenzentrum entstanden in München mehrere andere Initiativen und Selbsthilfegruppen, teils schon früher, teils gleichzeitig: das Frauenforum, Betriebsfrauenzentren und Stadtteil - Frauengruppen in Milbertshofen, Haidhausen, weitere Frauenzentren in Giesing und in Neuperlach. Letzteres existiert noch heute (2018).

Primär waren die Frauenzentren der Treffpunkt und Raum der autonomen Frauengruppen, die unabhängig von den tradierten Institutionen arbeiteten. „Das Persönliche ist politisch“, hieß ihr Leitgedanke, der die prekäre rechtliche und politische Situation der Frauen, der lesbischen und heterosexuellen Feministinnen ausdrückte. Damit setzten sie sich von der Linken Bewegung ab. Um das Autonomie-Konzept gab es immer wieder Diskussionen angesichts der Tatsache, dass viele dieser Einrichtungen und Gruppen nach einiger Zeit von öffentlich-rechtlichen Gremien gefördert wurden.

Frauengruppen wie etwa die Siemens Frauengruppe (SFG) und die sozialistische Frauenorganisation München (SFOM) hatten ihre eigenen Räume. Die verschiedenen Frauenzentren arbeiteten punktuell zusammen: Vor größeren Aktionen fanden Plenen statt und die Frauenzentren und -gruppen koordinierten ihre Pläne und Aktionen.

Der Grund für die Auflösung des FZ in der Güllstraße 1991 lag vor allem darin, dass immer mehr Frauen- und Lesbenprojekte im Rahmen der Frauenprojektebewegung entstanden, die sich auf spezifische Aktivitätsbereiche fokussierten: in München unter anderem der Frauenbuchladen, der Verlag Frauenoffensive, die Frauenkneipe, das Frauentherapiezentrum und das Frauengesundheitszentrum. Durch diese erfolgreiche Entwicklung verlor das Frauenzentrum als Keimzelle größerer politischer Aktivitäten an Bedeutung.

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Frauenbibliothek

Seit 1980 gab es eine Frauenbibliothek (FB) im Frauenzentrum, Gabelsbergerstraße 66, die mit gespendeten Büchern von Frauen aus der Bewegung und auch durch Spenden von Verlagen, insbesondere dem Verlag Frauenoffensive aufgebaut werden konnte. Die Bücher, überwiegend von Frauen und zu Frauenthemen gliederten sich in Sach- und Fachliteratur, Belletristik, Zeitschriften- und Periodika-Sammlungen. Der Bestand an Büchern betrug 1985 ca. 2000 Bände. Die FB war eine Ausleihbücherei und wurde betreut von ehrenamtlich arbeitenden Frauen. Für die Ausleihe wurde ein kleiner Betrag erhoben, um Büro- und sonstige Ausgaben decken zu können. Öffnungszeiten waren meist freitags parallel zu den Öffnungszeiten des Frauencafés. Die FB konnte in der Güllstr. auch ein kleines Veranstaltungsprogramm mit Lesungen anbieten. Ende der 1980er Jahre musste die FB die Güllstr. verlassen und fand neue Räume im Rückgebäude der Nymphenburgerstraße, einem Nebengebäude der Nümfe, einem autonomen, selbstverwalteten Frauen-Kneipenprojekt. Sie blieb dort bis zur Auflösung der Nümfe. Um den Bücherbestand zu sichern, insbesondere Sach- und Theorieliteratur, Zeitschriften und Belletristik der Anfangsjahre der FrauzenLesbenbewegung starteten die Betreiberinnen einen Aufruf an die Frauenprojekte zur Unterbringung der Bücher. Zuletzt meldete sich das Projekt Viva Clara, mit dem ein Übergabevertrag abgeschlossen wurde, um die kontinuierliche Betreuung (nicht Veräußerung) besonders der alten Bestände zu sichern. Leider sind im Laufe des Umzugs des Projekts während der Nullerjahre die Bücher zwar verpackt worden, aber bis heute nicht mehr auffindbar.

Quellen: Münchner Frauenzeitung (MFZ) 4/1980, Chronik FrauenLesbenbewegung Forum/Christine Schäfer

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Lesbentelefon e.V.

Der Lesbentelefon e.V. wurde 1987 (am 4. Juli) gegründet. Als Sitz des Vereins wurde die Güllstraße 3 festgehalten. Der Verein startete mit wenigen Telefonzeiten in den Räumen des Frauentherapiezentrums. Sein Ziel war laut Satzung „…lesbischen Frauen, Möglichkeiten einer angstfreien Selbstfindung und Selbstakzeptierung zu geben.“ Geplant waren „a) die Einrichtung eines Telefons für Lesben, b) Einzelberatungen und c) Öffentlichkeitsarbeit“

In den folgenden Jahren arbeitete eine kleine Gruppe von Lesben des Vereins daran, eine Lesbenberatungsstelle in München einzurichten.
1993 (im November) konnte der Lesbentelefon e.V. mit Hilfe einer Förderung durch die Landeshauptstadt München zur Eröffnung der LIB (Lesbeninformation und Beratung) in der Dreimühlenstraße einladen.

1994 erfolgte die Aufnahme des Vereins in den Paritätischen Wohlfahrtsverband.

1995 endete eine ABM-Maßnahme für die Psychologinnenstelle der LIB. Mit der verbleibenden ½ Stelle, konnte die Arbeit der LIB nicht auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt werden. Daraufhin übernahmen 9 junge Lesben im November 1995 den Raum in der Dreimühlenstraße und den Verein Lesbentelefon e.V. Sowohl der Raum als auch der Verein sollten erhalten bleiben. In der drauffolgenden Zeit boten die Vereinslesben zunächst ehrenamtlich einen wöchentlichen Telefondienst, Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Infostände und Selbstdarstellungsbroschüre), einen monatlichen offenen Treff (Lesbenladen) und Infoabend (Lesbothek) an. Der dauerhafte Erhalt dieses Lesben-Raumes als Anlaufstelle war damals der Traum der aktiven Vereinsfrauen und so entstand der Name „LeTRa LesbenTRaum“. In dieser intensiven Phase des Lesbentelefons e.V. entstanden auch die bis heute erhaltenen basisdemokratischen und hierarchiefreien Organisationsstrukturen des Vereins. Ein monatlich stattfindendes, stimmlich gleichberechtigtes Plenum, bestehend aus den aktiven Vereinsfrauen, den hauptamtlichen Angestellten und den Vorständen des Lesbentelefon e.V., begleitet verantwortlich die die Vereinsarbeit und die Maßnahmen des Vereins

1996 beantragte der Verein Fördergelder für die Maßnahme LeTRa/LesbenTRaum bei der LH München und konnte nach deren Bewilligung eine Sozialpädagogin in Teilzeit für LeTRa anstellen.

1997 folgte eine zweite Soz. Päd., sodass die monatlichen Veranstaltungen und der psychosoziale Bereich, in Form von telefonischer und persönlicher Einzel- und Paarberatung sowie Coming-Out-Gruppen, wieder angeboten werden konnten. 1999 wurde für LeTRa auch eine Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit eingestellt.

2000 erfolgte der LeTRa-Umzug in die Angertorstr.3 im „lesbisch-schwulen Glockenbach-Viertel“. Dies erhöhte die Sichtbarkeit von Lesben in München. Im selben Jahr schlossen sich Lesbentelefon e.V., Münchner Aidshilfe, Sub e.V. und die Rosa Liste e.V. zu der Veranstaltungsorganisation des CSD München zusammen.

2006 feierte der Lesbentelefon e.V. das 10 jährige Jubiläum von LeTRa mit dem 1.Lesbischen Angertorstraßenfest, das seitdem jährlich als Eröffnungsevent der CSD-„PrideWeek“ stattfindet.

2010 gehörte der Verein zu den Gründungstifter*innen der Münchner Regenbogenstiftung.

2011 änderte der Lesbentelefon e.V. seine Satzung um geflüchtete Lesben, die im Rahmen der Lesbenberatungsstelle begleitet werden, mittels Einzelfallhilfen unterstützen zu können.

2013 mietete der Verein zusätzliche Räume für die Lesbenberatungsstelle in der Blumenstraße 29 an.

2014 wurden die Räume in der Angertorstraße umgestaltet zum LeTRa-Zentrum. Dort findet seitdem zweimal im Monat ein offener Treff „LeTsBar“ statt. Zudem können Szenegruppen den Raum nutzen.

2016 wurde der Lesbentelefon e.V. Trägerverein für eine weitere Maßnahme: „Treffpunkt, Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien“ mit drei festangestellten Mitarbeiterinnen in Teilzeit.

Im Jahr 2018 kamen zwei weitere Maßnahmen hinzu, die von 10 festangestellten Mitarbeiterinnen und 7 ehrenamtlich tätigen Frauen getragen wurden. Der Verein hatte 2018 115 Vereinsmitfrauen und wurde und wird weiterhin getragen von einem unglaublich hohen ehrenamtlichen Engagement, den aktiven Plenumsfrauen sowie durch Mitfrauenbeiträge und Spenden. Nur aufgrund der Förderung durch das Sozialreferat der LH München ist der Verein in der Lage, die Maßnahmen LeTRa und „Treffpunkt, Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien“ zu finanzieren und die Einrichtungen weiterzuentwickeln.

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amanda – Projekt für Mädchen und junge Frauen

Im Frauenzentrum in der Gabelsberger Straße entstand, entwickelt von Polina Hilsenbeck, Dr. Hanna Permien und Anna Blessing, das Konzept eines Mädchenprojekts. Es sollte sich der emanzipatorischen, parteilichen Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen widmen. Arbeitsschwerpunkt war der Übergang zwischen Schule und Ausbildung beziehungsweise Beruf. Mädchen sollten ermutigt werden, eigene Berufswünsche ernst zu nehmen und sich nicht auf ein enges Spektrum sogenannter Frauenberufe zu beschränken. Sie sollten befähigt werden, ihren Beruf frei zu wählen und eine eigene Karriere zu planen.

1978 wurde der Trägerverein „Vfpl – Verein für psychosoziale Initiativen e.V.“ gegründet. Gleichzeitig entstand das Modellprojekt „Hilfe und Selbsthilfe für arbeitslose Mädchen und junge Frauen“. Es wurde bis 1984 vom bayerischen Arbeits- und Sozialministerium finanziert, anschließend ging das Mädchenprojekt als „Projekt für Mädchen und junge Frauen“ in die Regelförderung des Stadtjugendamtes über. Heute heißt das Projekt amanda – Projekt für Mädchen und junge Frauen.
Zur Zeit seiner Gründung war es die erste geschlechtsspezifische Einrichtung Bayerns und damit auch Münchens für Mädchen und junge Frauen. Zu den Frauen, die Verein und Projekt gründeten, gehörten Monika Schmidt, Helga Dilcher, Dr. Hanna Permien, Annemarie Blessing und Polina Hilsenbeck, die auch im Projekt Frauentherapiezentrum eine tragende Rolle spielte.

Die vielfältigen Angebote versuchten, kreativ-gestalterische Fähigkeiten und eigene Stärken zu erkennen, gesellschaftliche Rollenmuster zu hinterfragen und eigene Lebensentwürfe zu gestalten. Dazu kamen weitere offene Angebote, unter anderem ein Mädchencafé.

1985 wurde das Konzept stärker auf Potentiale und die positive Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen ausgerichtet, dazu kam die Arbeit mit Berufsschülerinnen. 1988 wurden Lernhilfen ausgebaut, 1989 eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen in akuten Krisensituationen eingerichtet. Außerdem beteiligte sich das Projekt an der Gründung des Münchner Fachforums für Mädchenarbeit.

Seit Anfang der 1990er Jahre verlagerte sich die Arbeit stärker auf Seminare an Schulen und an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zu vielfältigen Themen, deren gemeinsamer Nenner die Aufweichung starrer Rollenbilder und die Steigerung des Selbstbewusstseins vor allem von Mädchen war und ist. Sie sollen befähigt werden, eine selbstbestimmte Identität zu entwickeln. Neben den klassischen Berufsthemen umfassen die Angebote Sexualpädagogik, Gesundheits- und Gewaltprävention sowie Bratung in allen Lebenslagen. Dau kommt die fachpolitische Einflussnahme im Gleichstellungsprozess von Mädchen und Frauen. Auch die Arbeit mit minderjährigen geflüchteten Mädchen und jungen Frauen gehört inzwischen zum Spektrum.

Zum 850. Geburtstag der Landeshauptstadt München startete amanda ein Forschungsprojekt für Mädchen und Jungen. Es sollte die Geschichte junger Frauen und Männer sowie Mädchen nd Jungen in München aufzeigen. Es entatand eine Ausstellung, die in Schulen, auf Veranstaltungen und im Stadtjugendamt gezeigt wurde.

Zur Tätigkeit der Mitarbeiterinnen von amanda gehört auch die Teilnahme an feministischen Diskursen, die Verfolgung gesellschaftlicher Änderungen und der sich ständig wandelnden Lebenswelten junger Frauen und Mädchen. Amanda-Vertreterinnen nehmen an vielen übergreifenden Gremien, Kampagnen und Arbeitskreisen zum Thema Mädchen und junge Frauen teil.

Das Projekt ist bei der basisdemokratischen Organisation geblieben und beschäftigte 2017 fünf Sozialpädagoginnen und eine Verwaltungsfachkraft.

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Maffiosa

Maffiosa (Modellverband autonom-feministischer Fraueninitiativen oder sonstiger Arbeitskreise) wurde 1984 gegründet. Zu den Gründerinnen, die auch Vorstand und Geschäftsführung übernahmen, gehörten Helga Heumann (verstorben 2015), Polina Hilsenbeck, Hannelore Lehmann und Uta Zähringer.

Der Modellverband agierte ausschließlich in Bayern und verstand sich als Netzwerk, in dem sich die Fraueninitiativen und -projekte in Bayern organisieren konnten. Angestrebt wurden bayernweite Kampagnen und Bildungsprojekte mit kulturellen, politischen, Antigewalt- und weiteren feministischen Themen, Tagungen, Filme, Expertisen. Fimvorführungen, etc.

Unterstützt wurde Maffiosa unter anderem von der Regenbogen- und der FrauenAnStiftung, Vorläufer oder Abteilungen der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen Bundespartei in Berlin respektive der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Bundesstiftung der SPD. Maffiosa koopeprierte zudem mit Gleichstellungsbeauftragten und feministischen Landtagsabgeordneten.

Das Netzwerk veranstaltete einige bayernweite Vernetzungstagungen, finanzierte einige Filme bzw. Videos, organisierte mehrere Videovorführungen, erstellte eine Expertise und arbeitete bei Gesetzesinitiativen zu Themen wie Vergewaltigung, Gewalt in der Ehe und der Gleichstellung von Lesben im Bayerischen Landtag mit.

Die Vernetzung der Frauenprojekte in Bayern stellte sich als schwieriger heraus als angenommen. Fast alle Projekte, insbesondere im sozialen und Mädchenbereich, waren regional vernetzt und aktiv, und wenn darüber hinaus, dann in fachspezifischen Bundesverbänden, wie die Frauenhäuser, Frauengesundheitszentren, Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen. Als es dem Netzwerk über längere Zeit nicht mehr gelang, neue Aktivitäten anzustoßen und durchzuführen, wurde es am 1. März 2006 nach über 20 Jahren aufgelöst.

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Frauencafé

Das Frauencafé verstand sich als Treffpunkt, Ort der Geselligkeit und des Austausches für zahlreiche Frauen und Lesben unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkünfte und Ansichten. Es wurde betreut von wechselnden ehrenamtlichen Teams.

Das Lesbencafé im Frauencafé fand an bestimmten Abenden statt. Es war als Bestandteil der lesbischen Infrastruktur Münchens sehr wichtig. Denn neben den Kneipen der Subkultur wie „Die Karotte“ oder „Carla“, die in der Regel auch zumindest einigen Männern zugänglich waren, gab es als Treffpunkte für lesbische Frauen nur die Frauenkneipe in der Schmellerstraße gegenüber und „DieRaum“, eine Initiative der WenDo-Gruppe, die in der Ehrengutstraße Räume angemietet hatte, weil sie dort ihre Selbstverteidigungskurse durchführen und auch anderen Initiativen Raum geben wollte.

Im Frauencafé trafen sich turnusmäßig im Wechsel mit anderen Orten der Frauenbewegung der Verband der Münchner autonomen Frauenprojekte, Frauen gehen zu Frauen e.V. und die Arbeitsgruppe WeiberWirtschaft. Sie Diese befasste sich mit der autonomen Finanzierung von Frauenprojekten über bessere Vermarktung, Stiftungen etc. sowie der Gründung einer Frauenstiftung und einer Frauenbank.

Im Frauencafé fanden immer wieder Diskussionen, Lesungen, Theater, Filmvorführungen, Feste, gemeinsames Kochen und andere Aktivitäten statt. Dort tauschten sich kleinere kulturelle Initiativen, Arbeitsgruppen und Initiativen zu alternativen Lebensformen untereinander aus, mach eine aus Wohngemeinschaft oder Frauenprojekte dem Land wurden hier gegründet.

Das Lesbencafé fand nicht mehr statt, als es aufgrund der Erweiterung der Aktivitäten des FrauenTherapieZentrums keinen Platz mehr in der Güllstr. 3 hatte. Eine Gruppe von Frauen, die vorher im Lesbencafé aktiv gewesen war, gründete später das autonom-feministische und ehrenamtlich betriebene Kneipenprojekt Nümfe in der Nymphenburger Str. 182.

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TuSch -Trennung und Scheidung -Frauen für Frauen e.V.

1983 wurde im Frauenzentrum, das sich damals in der Humboldtstraße befand, die Idee geboren, eine Selbsthilfegruppe für Frauen im Trennungs- und Scheidungsprozess zu gründen.

Trennung und Scheidung bedeuten eine existenzielle Umbruchphase, die von emotionalen, sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen und Problemen geprägt ist. Die immer noch vorhandene strukturelle Benachteiligung von Frauen macht einen parteilichen und frauenspezifischen Beratungsansatz notwendig. Zum ersten Treffen, zu dem die Anwältin und spätere Vereinsgründerin Renate Maltry und eine Psychologin einluden, kamen über 20 Frauen.

1985 zog TuSch gemeinsam mit dem Frauenzentrum ins Treibhaus um, mietete dort einen kleinen Raum für die Beratungsarbeit und nutzte einen weiteren für offene Treffen.

1986 erfolgte die Gründung des Vereins TuSch - Trennung und Scheidung - Frauen für Frauen e.V. durch Renate Maltry und sechs weitere Frauen. Der Verein wurde im gleichen Jahr ins Vereinsregister eingetragen, gleichzeitig förderte die Stadt München den Verein erstmalig finanziell.

Seit 1987 ist TuSch Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband und als gemeinnützig anerkannt. 1989 erfolgte die Übernahme in die Regelförderung des Sozialreferats der Stadt München.

Inzwischen wuchs das Team stetig. Es entstand ein multidisziplinäres Beratungsangebot, das alle Bereiche rund um Trennung und Scheidung abdeckt. Dafür und für den zunehmenden Beratungsbedarf reichten die vorhandenen Räume nicht aus. Deshalb bemühte sich TuSch um neue Räumlichkeiten und entsprechende Zuschüsse. 1995 erteilte die Stadt München dazu ihre Zustimmung. TuSch mietete noch im gleichen Jahr Räume in der Grimmststraße 1 unweit des bisherigen Standortes an.

Gleichzeitig wurde das Projekt um ein Mediationsangebot für Paare und Eltern, TuSch-Mediation, erweitert. 2002 kam die Eltern- und Umgangsberatung dazu. 2013 erhielt TuSch den Luise Kiesselbach-Preis, der für die Verwirklichung beispielhafter innovativer und erfolgreicher Projekte verliehen wird.

Besonders wichtig sind für TuSch die Kooperation und Vernetzung mit anderen Einrichtungen sowie die Vertretung sozialpolitischer und gesellschaftlicher Anliegen von Frauen und Eltern in der Trennungs- und Scheidungssituation in Gremien und psycho-sozialen Netzwerken. So präsentierte Renate Maltry 1998 vor dem Bayerischen Landtag für TuSch als Sachverständige eine Stellungnahme zum Kindschaftsrecht.

Heute bietet TuSch ein umfassendes interdisziplinäres, Krisen begleitendes Angebot an Beratungen. Dabei arbeiten Sozialpädagoginnen, Psychologinnen, Juristinnen und eine Steuerberaterin zusammen. Dazu kommen offene Gesprächskreise und Selbsthilfegruppen. Sie dienen dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung. Vorträge und Workshops runden das aufeinander abgestimmte Gesamtangebot ab.

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Bild: Claudia Mayr

 

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Letzte Änderung: 11.06.2018 (JIO)