forum homosexualität münchen e.V. | Chroniken
 

Chroniken

Hier steht der Infotext zu den Chroniken. Lesbisch links, schwul rechts, beide quer.

Lesbenhandbuch der Stadt München | 2008

Lesbenhandbuch der Stadt München erscheint. Veröffentlichung beim LeTRa-Straßenfest am 05. Juli 2008.

Irene Schmitt (SPD) und Lydia Dietrich (Bündnis 90/die Grünen) wieder im Stadtrat

14. August 2006 | Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das an diesem Tag verabschiedetete „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) untersagt Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Identität.

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29. Juli – 1. August 2004 | IX. Eurogames in München

29. Juli - 1. August, die IX. Eurogames in München unter dem Motto „Munich s'ports the Rainbow" mit 5500 TeilnehmerInnen in 27 Sportarten. Das war die bis dahin größte lesbisch-schwule Sportveranstaltung Europas.

Lesbenfrühlingstreffen | 2003

Bundesweites Lesbenfrühlingstreffen wieder in München

25. September 2002 | Koordinierungsstelle der Stadt München

Am 25. September 2002 wird die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen für Lesben, Schwule und Transgender als städtische Kontakt- und Beratungsstelle eingerichtet. Sie ist in der Angertorstraße 7 angesiedelt.

Irene Schmitt und Lydia Dietrich im Stadtrat | 2002

Irene Schmitt (SPD) und Lydia Dietrich (Bündnis 90/die Grünen) als offen lebende Lesben im Stadtrat

1. August 2001 | Gesetz über die eingetragene Lebenspartnerschaft (LpartG)

Am 01.08.2001 tritt das „Gesetz über die eingetragene Lebenspartnerschaft“ (LpartG) in Kraft, das gleichgeschlechtlichen Paaren eine eheähnliche Legalisierung ihrer Beziehungen ermöglicht.

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Juli 1999 | Team München

Im Juli 1999 erhält der schwullesbische Sportverein "Team München" seine heutige Rechtsform und ist mit 500 Mitgliedern der größte gleichgeschlechtliche Sportverband in Bayern

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19. April 1999 | forum homosexualität münchen e.v.

Das „forum homosexualität und geschichte münchen e.v." - später umbenannt in "forum homosexualität münchen e.v. - Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur" wird am 19. April 1999 gegründet.

 

Netzwerk katholischer Lesben | 1998

Netzwerk katholischer Lesben (NkaL) gegründet

2. Mai 1996 | Thomas Niederbühl Stadtrat

Am 2. Mai 1996 wird Thomas Niederbühl europaweit erster Stadtrat der Rosa Liste, einer schwul-lesbischen Wählervereinigung.

10. März 1996 | Rosa Liste 1,8% bei der Münchner Stadtratswahl

Am 10. März 1996 wird die Rosa Liste als europaweit erste schwul-lesbische Wählervereinigung bei der Münchner Stadtratswahl mit 1,8 % der Stimmen gewählt.

Lesbenfrühlingstreffen | 1996

Bundesweites Lesbenfrühlingstreffen in München

18. Juni 1995 | Rosa-Winkel-Gedenkstein

Die Überführung des Rosa-Winkel-Gedenksteins für die homosexuellen Opfer des KZ Dachau findet am 18. Juni 1995 von der Evangelischen Versöhnungskirche in das Museum der KZ-Gedenkstätte statt.

LIB (Lesbeninformation und -beratung) | 1994 – 1997

LIB (Lesbeninformation und -beratung) Dreimühlenstr. 23 entsteht, Trägerverein ist Lesbentelefon e.V. LIB muss 1995 schliessen. 1996 Gründung von LeTra (Lesben(T)Raum). 2000 Umzug in größere Räume Angertorstr. 3

Lesbengruppen auf dem Evangelischen Kirchentag | 1993

Erstmals Stand kirchlicher Lesbengruppen auf dem Evangelischen Kirchentag in München

August 1991 | Erstes schwullesbische Straßenfest in der Hans Sachs Straße

Im August 1991 findte das erste schwullesbische Straßenfest in der Hans Sachs Straße mit 3000 Gästen statt.

LuK (Lesben und Kirche) | 1991

LuK (Lesben und Kirche) Gruppe in München gegründet

8. Oktober 1989 | Rosa Liste

Die Gründung der Rosa Liste als zunächst schwule Wählervereinigung findet am 8. Oktober 1989 statt.

9. September 1989 – Ende 2012 | Max & Milian

Der schwule Buchladen Max & Milian wird am 9. September 1989 in der Gabelsbergerstr. 65 eröffnet, Inhaber sind Rolf Klaiber und Jan Kowalczyk. Der Buchladen besteht bis Ende 2012.

1. Dezember 1988 | Erster Welt-AIDS-Tag

Erster Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember 1988.

Lesbentelefon e.V., Sapphovision, Coming-Out-Gruppe | 1986

Lesbentelefon e.V. mit Sapphovision (Filmgruppe) und Coming-Out-Gruppe Güllstr. 3 gegründet

Frauentherapiezentrum | 31. August 1985

Frauentherapiezentrum in der Auenstr. 31 eröffnet. Ab 1985 in der Güllstr. 3

28. April – 5. Mai 1985 | Lesbisch-Schwule Kulturwoche

28. April bis 5. Mai: „Viorosa“, Lesbisch-Schwule Kulturwoche, im Stadtmuseum am Jakobsplatz, bei Kofra, im Frauenbuchladen und im Buchladen Sodom – Buchladen für schwule Männer und Frauen, Reichenbachstr. 51

Frauenzentrum im Projektehaus „Treibhaus“ | 1985 – ca. 1990

Neues Frauenzentrum im Projektehaus „Treibhaus“, Güllstr. 3. Hier entsteht ein Lesbencafé. Daraus entwickelt sich ein Lesbenkommunikations- und -aktionszentrum (bis ca. 1990)

Kongress „Gegen Krieg und Männergewalt“ | 9. – 10. April 1983

9.–10. April: Kongress „Gegen Krieg und Männergewalt“ im Schwabinger Bräu (Münchner Freiheit) mit einem Workshop der Münchner Gruppe „Gegenwind“ zur Vorbereitung des ersten Frauenwiderstandscamps im Hunsrück

1980 | Erster Christopher Street Day in München

In München wird der erste Christopher Street Day gefeiert.

„Come out“-Lesbentheater | 10. Februar 1979

10. Februar: Erster Auftritt des „Come out“-Lesbentheaters mit einem „Dia-Musik-Lese-Spektakel“ in der Frauenkneipe

Frauen gehen zu Frauen e.V. | 1979 – in die 1990er

Gründung des Dachverbands der feministischen Frauenprojekte „Frauen gehen zu Frauen e.V.“. Bis in die 1990er Jahre regelmäßige monatliche Plena

Pompon Rouge | 1979

Pompon Rouge (Pompi), Hans-Sachs-Str. 10, Diskothek mit vorwiegend lesbischem Publikum

Erste Frauenkneipe Münchens | 1. Dezember 1978

1. Dezember, Eröffnung der ersten Frauenkneipe Münchens, Schmellerstraße 17, Gründerinnen überwiegend Lesben der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung. [Aus dem InfoBlatt 1978: „Was wir wollen, ist eine gemütliche Kneipe n u r für Frauen. Wir hoffen, dass sich dort Schülerinnen, Studentinnen, berufstätige Frauen, Hausfrauen und Rentnerinnen treffen, miteinander reden, essen, trinken und sich wohlfühlen … hierzu gehören auch Veranstaltungen, Feste, Beratungsstunden durch zwei Sozialarbeiterinnen, Ausstellungen von Frauenkunst, ein Lesetisch …“]

„Frauenbeziehungen, Frauenliebe“ | 15. April 1978

15. April: Informationsveranstaltung des Frauenzentrums im „Schwabinger Bräu“ (Münchner Freiheit) zum Thema „Frauenbeziehungen, Frauenliebe“ mit ca. 2000 Teilnehmerinnen

Lesbenverlag „Come Out“ | 1978

Lesbenverlag „Come Out“ gegründet

„Häutungen“ von Verena Stefan | 1976

„Häutungen“ von Verena Stefan erscheint im Verlag Frauenoffensive, eine Gründung von Lesben aus der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung

Lillemor’s Frauenbuchladen | November 1975

November: „Lillemor’s“, Arcisstr. 57, erster „Frauenbuchladen“ in der BRD von FrauenLesben aus der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung gegründet

Lesbengruppe, Gabelsbergerstr. | 1975

Lesbengruppe im neuen Frauenzentrum, Gabelsbergerstr. 66, gegründet

Frauenzentrum Adlzreiterstr. | Juni 1974

Frauenzentrum Adlzreiterstr. 27 eröffnet – Treffpunkt für die zahlreichen FrauenLesbengruppen, die in der Stadt entstanden sind. Gruppen zu unterschiedlichen Schwerpunkten,  die sich hier über Themen der Frauen- und Lesbenbewegung austauschen, Aktionen planen und diskutieren.

1974 | Schwule Teestube

Die „Schwule Teestube“ wird am Glockenbach eröffnet

Frauentreffen | 10. – 11. Februar 1973

10./11. Februar, „2. Frauentreffen der deutschen Frauenemanzipationsgruppen“, Treffen einiger Hundert Frauen im Kunstverein, Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet. Arbeitsgruppen werden angeboten. Spontan organisieren sich „Schwulgruppen“, so nennen sich die lesbischen Frauen. Gründungen von Gruppen folgen dann bundesweit

Über 30 Frauenprojekte | 1973 – 1995

Über 30 Frauenprojekte entstehen, gegründet zu einem großen Teil von Lesben. Einige leisten heute noch frauen- bzw. lesbenspezifische Arbeit, und neue kommen hinzu.

Flugblatt „Von den Frauen/An die Frauen“ | 1973

Flugblatt „Von den Frauen/An die Frauen“. Erstes Flugblatt von lesbischen Frauen, den „Frauen in der HAM“, in München.

1971 | Mylord

„Mylord“, Ickstattstr. 2a, für Lesben (und schwule Freunde) von Marietta gegründet

Ab 1971 | Beginn erneuter emanzipatorischer Bestrebungen

Beginn erneuter emanzipatorischer Bestrebungen. Die „Homosexuelle Aktionsgruppe“ trifft sich regelmäßig im Lokal „Deutsche Eiche“, der „Verein für sexuelle Gleichberechtigung“ wird gegründet.

1961 – 1971 | Cosy

Lokalgründungen von Cosy Piéro:

1. „Cosy-Club“ (vormals „Kaiserblume“), Baaderstr., 2. „Bei Cosy“, Klenzestr., 3. „Bei Cosy“, Elisabethplatz, 4. „Bei Cosy“, Ledererstr., 5. „Cosy-Dream“, Oskar-von-Miller-Ring, 6. „Cosy Copain“, Clemensstr.; Gäste: ein „Gemisch von allen möglichen Existenzen“ (Cosy)

Adelheid Lissmann | 1946

Adelheid Lissmann, Stadträtin für die KPD, lebt mit ihrer Freundin zusammen

Heymann und Augspurg sterben in Zürich | 1943

Tod L. Heymanns im August, A. Augspurg stirbt im Dezember, beide in Zürich in der gemeinsamen Wohnung Klosbachstr. 134

Beschlagnahmung des Vermögens von A. Augspurg | 1934

Beschlagnahmung des Vermögens von A. Augspurg durch die bayerischen Behörden, Einleitung des Ausbürgerungsverfahrens

Schweizer Exil von Augspurg und Heymann | 1933

Beginn des Schweizer Exils von A. Augspurg und L. Heymann

Die Pfeffermühle | 1933

Eröffnung des Kabaretts „Die Pfeffermühle“ in der Münchner BonBonniére, Neuturmstr. 5, am Hofbräuhaus mit Erika Mann, Therese Giehse u.a.

Die Freundin | 8. August 1924 – 1933

Die erste lesbische Zeitschrift "Die Freundin" erstmals erschienen. Herausgeber war Friedrich Radzuweit, Vorsitzender des Bundes für Menschenrecht. Inhaltliche Schwerpunkte waren Informationen zum lesbischen Leben, Kurzgeschichten und Romane und Anzeigen.

Christa Winsloe | 1924

Christa Winsloe lebt in München, Kunigundenstr. 38, hat ein Atelier und führt einen Salon. FreundInnen: Therese Giehse, Walter Hilbing, Klaus und Erika Mann, Sinclair Lewis. Sie lebt mit der Journalistin Dorothy Thompson zusammen

Ausweisung von Augspurg und Heymann | 1923

Augspurg und Heymann fordern von den bayerischen Behörden die Ausweisung Hitlers

Münchner Freundschaftbund | Oktober 1922

Oktober: „Beim ‚Münchner Freundschaftbund’ gibt es eine ‚vollständig selbständige Damengruppe’“

Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann | 1904

Lebensgemeinschaft Anita Augspurg mit Lida Gustava Heymann in München, Kaulbachstr. 12

1902 | „Wissenschaftlich humanitäre Komitee München"

Das „Wissenschaftlich humanitäre Komitee München" (WhKM) wird als erster Verein zur Wahrung der Interessen der Münchner Homosexuellen gegründet. Vorsitzender wird der Apotheker Joseph Schedel.

Sophia Goudstikker und Ika Freudenberg | 1899

Sophia Goudstikker und Ika Freudenberg leben in der Königinstr. 3a in Lebensgemeinschaft zusammen

Verein für Fraueninteressen München e.V. | 1894

„Gesellschaft zur Förderung der geistigen Interessen der Frau“, seit 1899 „Verein für Fraueninteressen München e.V.“. A. Augspurg Gründungspräsidentin und Vorsitzende 1894–1896, Nachfolgerin als Vorsitzende Ika Freudenberg 1896–1912,  Lebensgefährtin von Sophie Goudstikker

Thematisierung des "homosexuellen Problems" | Um 1890

Als um 1890 in München die Frauenbewegung einflussreicher wurde, waren frauenliebende Frauen erst einmal mit der Erkämpfung gleicher politischer und gesellschaftlicher Rechte beschäftigt, z.B. dem Frauenstimmrecht. Die Thematisierung des "homosexuellen Problems", 1904 von Anna Rühling, Berlin gefordert, wurde von vielen als der "Frauensache" nicht förderlich erachtet. Am 18. November 1918 wurde das gleiche, geheime direkte allgemeineWahlrecht endlich für Frauen Realität.

Foto-Atelier "Elvira" | 1887

Eröffnung des Foto-Ateliers "Elvira" in München durch Sophie Goudstikker, Juristin, Fotografin und Anita Aufspurg, Lehrerin, Schauspielerin, Fotografin, Juristin. Beide leben bis 1899 in einer Beziehung miteinander.

Adele Spitzeder | 1832

Adele Spitzeder geboren. Sie gründet 1869 in München die Dachauer Volksbank und verleiht zu hohen Zinsen Geld. Wird verhaftet und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach arbeitet sie als Schauspielerin. Sie lebt mit Frauen zusammen.

 

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Letzte Änderung: 05.02.2014 (JIO)